Über ein Jahr sind die jungen Menschen fast wöchentlich ins Pfarrhaus gekommen, um über den evangelischen Glauben zu sprechen. Nun werden am Sonntag, 8. April dreizehn Iraner getauft. Gesprochen wurde über die Taufe und das Abendmahl, über die zehn Gebote und das Glaubensbekennntnis, über die Rolle von Jesus als Gottes Sohn und Propheten, aber immer wieder über die Themen Barmherzigkeit und Vergebung. Dass der Gott im Christentum ein barmherziger Gott ist, der vergibt und annimmt und bei Schuld nicht straft, sondern vergibt, ist für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Glaubenskurses etwas besonders schönes und wertvolles, das sie im Islam so nicht kennengelernt haben. Nun wollen sie getauft werden und werden so zu Christinnen und Christen. Wir heißen alle Gemeindeglieder herzlich willkommen und freuen uns, wenn sie auch nach ihrer Taufe am Gottesdienst und Gemeindeleben teilnehmen.

Zum Abschluss des Glaubenskurses haben wir einen kleinen Text verfasst:

Wenn ich Gott begegnen würde, würde ich ihn vieles sagen, fragen würd ich, was nicht klar ist, klagen, wo der Schuh mich drückt.

Warum kommen erst Propheten? Wieso kommst du nicht gleich mit? Vieles wäre leichter, wenn du hier bei uns jetzt wärst.

Sag mal, warum gibt es Krieg? Wieso müssen Menschen leiden? Warum gibt es Unrecht, Leid und das Böse in der Welt?

Ich möcht aber auch gern fragen: gibt es Leben nach dem Tod? Ist es schön und hell im Himmel? Sind wir alle Sorgen los?

Unsere Welt, die ist auch schön, wie hast du das nur gemacht? Danke Gott, dass es dich gibt und du immer bei uns wachst.

Wir haben uns auch ausgedacht, was Taufe für uns eigentlich heißt. Taufe ist das neue Leben, Reinigung von aller Schuld,

Gott schenkt Kraft, neu anzufangen, er liebt uns, wie wir sind. Wunder lässt er uns erleben, Glück gießt er ins Herz hinein.

Sicherheit schenkt er und Hoffnung, Vertrauen und Geborgenheit. Selbstbewusst darf ich zu ihm beten, er schützt mich vor der bösen Welt.

Er gibt Ruhe, Frieden, Liebe, er tröstet mich und macht mich stark. Vergeben tut er mir und allen, die mit mir im Glauben sind.

Wir danken Gott für alles Leben, die ganze Schöpfung und die Welt. Ich gebe ihm mein Herz, und möchte tun, was ihm gefällt.

In Frieden möchten wir nun leben, verbunden mit der ganzen Welt. Die Schöpfung wollen wir beachten und glauben, dass er uns hält.

Vor allem wollen wir Gott schenken unsere Zeit und unser Glück, denn mit ihm, da sind wir sicher, gehen wir aufrecht Schritt für Schritt.

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